Hand aufs Herz, wer kenn das Projekt Install0us nicht? Der AppStore, der nichts kostet, Apps, die innerhalb von Minuten nach erscheinen gecracked verfügbar sind? In der iPhone / iPod Touch Gemeinde dürfte es wohl nichts geben, das bekannter wäre, wenn es darum geht, kostenlos an Apps zu kommen. Dass dies auf Dauer nicht gut gehen kann (zum Glück), war irgendwie jedem klar, doch nun ist es soweit, das Projekt wird eingestellt. Der Gründer erklärt hier warum das Ganze. Es sind, wie man leicht vermuten kann, Legalitätsgründe. Was man dem Projekt jedoch anrechnen kann, ist, dass Spenden die für v3 getätigt wurden, zurückerstattet werden. Das ist man normalerweise von illegalen Angeboten nicht gewohnt. Das zeigt auch ein wenig, dass sich puy0 relativ sicher war, sich auf legalem Boden zu bewegen, bzw. dass er nicht versucht hat, mit illegalen Downloads “reich” zu werden.
Es wird sich zeigen, ob die Schließung von Install0us Auswirkungen auf die Nutzung gecrackter Apps haben wird, ich persönlich denke schon. Vielleicht sehen die Entwickler aber dann auch mal, dass eben nicht jede gecrackte App, die heruntergeladen wurde, dann auch gekauft wird, nur weil sie nicht gecrackt verfügbar ist. Der in der letzten Woche oftmals erwähnte Schaden von $ 450 Mio durch die Verbreitung und Nutzung von gecrackten Apps auf dem iPhone ist sicher nicht sehr realistisch. Ich denke, selbst wenn es 10% davon sind, ist es schon viel. Viele laden gecrackte Apps nur, weil sie eben verfügbar sind, würden sie aber niemals laden, wenn sie nur legal verfügbar wären. Somit relativiert sich der Schaden. Auch wird interessant zu beobachten sein, wie sich andere Projekte wie AppCake oder AppTrackr (bewusst keine Links gesetzt
) nun entwickeln.
Ich kann nur wiederholen, was ich schon öfter geschrieben habe: Es war nie zuvor so günstig, an mobile Software zu kommen, wie mit Einführung des AppStores. Wenn Euch eine App gefällt, kauft sie. Entwickler stecken da jede Menge Arbeit und Kohle rein. Ihr geht doch auch nur für Geld arbeiten, oder?
Wenn man von Leuten auf Twitter mehrmals von einem Spiel liest, obwohl diese sonst eigentlich äußerst selten bis gar nicht von so was schreiben, muss wohl was dran sein. Dachte ich mir zumindest und hab mir direkt Angry Birds heruntergeladen. Ich hatte das Game schon vorher im AppStore gesehen, doch weder die Beschreibung, noch die Screenshots haben mich angesprochen. Zum Glück hat meine Neugier gesiegt und ich habe es ausprobiert. Und war sofort gefesselt. Worum geht es? Das Spielprinzip ist recht simpel und klingt auch nicht gerade aufregend. Man schiesst mit einer Steinschleuder verschiedene Vögel auf Schweine.
Diese sind durch verschiedene Konstruktionen aus wiederum verschiedenen Materialien geschützt. Im Prinzip war es das schon. Aber die Umsetzung ist einfach phänomenal. Hat man einmal angefangen, kann man nicht mehr aufhören. Insgesamt stehen 63 Level zur Verfügung, die immer schwerer werden. Aber auch wenn man diese durchgespielt hat, greift man wieder zum Spiel. Perfekt für zwischendurch oder auch für längere Sessions. Für € 0,79 (Einführungspreis) eigentlich ein Muss auf jedem iDevice. Rovio Mobile Ltd. zeigt mit diesem Titel sehr eindrucksvoll, dass auch Spiele, auf denen nicht Gameloft oder EA steht, und die keine mehrere hundert MB groß sind, einen Heidenspass machen können. Danke nochmal an S60mobi für das eifrige twittern darüber.
Download Angry Birds (iTunes Link)
Ein vollwertiges Navigationsgerät aus dem iPhone machen? Kein Problem für TomTom. Noch bis zum 24. Januar wird die bekannteste und wohl auch beste Navigationsapp in der D-A-CH Version zum Schnäppchenpreis von € 49,99 im AppStore angeboten. iPhone 3G und 3GS kommen ohne das TomTom Car Kit aus, iPhone 2G und alle iPod Touch Versionen benötigen dieses, da in diesen Geräten kein GPS Empfänger verbaut ist. Wie der Versionsname schon zeigt, sind die Karten für Deutschland, Österreich und Schweiz enthalten. Hier noch eine Liste der wichtigsten Merkmale:
Hier könnt Ihr die App runterladen. (iTunes Link)
Dieser Artikel von René auf MobiFlip.de hat mich dazu veranlasst, mal genauer darüber nachzudenken, warum in der Handywelt immer nur das iPhone als Referenzgerät hergenommen wird. Was macht die Faszination iPhone aus? Warum vergleicht jeder, der meint ein Handy mit einem anderen vergleichen zu müssen, er muss das iPhone als Referenz nehmen?
Am 29. Juni 2007 kam das erste iPhone in den USA auf den Markt. Die Leute standen Schlange, um ein Handy zu bekommen, das durchaus nicht mit damals aktuellen Geräten vergleichbar war – und das ist nicht positiv gemeint. Es konnte keine MMS verschicken, hatte trotz der Haupteigenschaft Internet kein UMTS Modul, die 2MP Kamera kam ohne Fotolicht und glänzte auch sonst nicht mit ihrer Bildqualität, Multitasking gab es auch nicht und von einem AppStore war noch keine Rede. Dafür gab es teure Verträge, ein teures Gerät und die Gewissheit, das Handy nur in einem bestimmten Netz benutzen zu können. Dennoch verkaufte sich schon das “original” iPhone wie warme Semmeln. Eine nicht zu unterschätzende Mitschuld daran trägt sicher die Marketingabteilung von Apple, die gekonnt selbstverständliche Features als neu und bahnbrechend darstellen kann. Gemischt mit einer spektakulären Keynote von Steve Jobs und einer recht aktiven Apple Fangemeinde, MUSSTE sich das Gerät verkaufen. Promis wurden mit iPhones versorgt und präsentierten diese bereitwillig in der Öffentlichkeit. Man konnte also mit einem Handyvertrag und Zahlung eines nicht gerade geringen Betrages in diese Glitzerwelt einsteigen.
Schnell wurden dann aber auch Stimmen laut, dass das iPhone gar nicht so toll ist, wie immer behauptet wird. Apple legte ein Jahr später nach, mit dem iPhone 3G. Immer noch kein Multitasking, dafür aber GPS und UMTS Modul an Bord. Das sollte reichen, um die bösen Kritiker verstummen zu lassen. Außerdem wurde das Herzstück des iPhones, das Betriebssystem aufgebohrt, so dass MMS (nutzt die überhaupt jemand?) möglich waren. Als dann im Juli 2008 der AppStore an den Start ging, ging ein Ruck durch die Handywelt. Bereits zum Start gab es 500 Programme, teils kostenlos, teils zu, für Handysoftware ungewohnten, niedrigen Preisen. Plötzlich konnte das iPhone, das Überphone soviel mehr als andere Handys. Sicher? Nein. Nokia hat mit seinem Symbian Betriebssystem seit Jahren ein System, auf dem sich hochwertige Software installieren lässt. Das Problem daran, Symbian ist zu kompliziert, sowohl für die Programmierer, als auch für den Anwender. Die Geräte sind auf Grund des Betriebssystems zu langsam, reagieren nicht so geschmeidig wie ein iPhone, lassen sich auch nicht so intuitiv bedienen. Was ist mit Windows Mobile? Ebenfalls ein Betriebssystem, welches sich mit Zusatzprogrammen aufhübschen lässt und zusätzliche Features bringt. Aber auch hier gilt, zu kompliziert, zu unmodern.
Es dauerte nicht lange, da waren die ersten Softwarekracher für das iPhone und den iPod Touch verfügbar und das Handy wurde mehr und mehr zum Unterhaltungsterminal. Internet, MP3 Player und Spielekonsole in einem. Da verschmerzt man auch die schlechte Kamera, da man ja sowieso seine Digicam dabei hat, wenn man mal was fotografieren möchte. Der AppStore mit seinen 100.000 verfügbaren Programmen ist auch noch heute das Zugpferd für das iPhone. Der Begriff Apps wurde populär und nun will jeder ein Stück vom großen Softwarekuchen abhaben. Selbst RIM, wohl nach wie vor der Marktführer im Bereich Businesshandys (Einschätzung von mir, kann genausogut sein, dass sie kurz vorm Bankrott stehen), bewirbt seine Handys plöltzlich mit hochauflösenden Spielen anstatt mit seinem genialen Email Service. Google versucht mit dem Android Market sein Glück, Nokia hat den OviStore ins Leben gerufen. Allerdings hat dabei wohl kaum jemand bedacht, dass die Kundschaft auch bereit sein muss, für Content zu zahlen. Apple Nutzer sind dies gewohnt, ist man doch seit Jahren an iTunes gebunden. Ein weiterer, nicht zu unterschätzender Faktor ist auch die Einfachheit einer Zusatzinstallation. Hier mal ein kurzer Vergleich:
iPhone: AppStore aufrufen, Programm auswählen, iTunes Kennwort eingeben, fertig.
Nokia: OviStore aufrufen, Programm auswählen, Login eingeben, irgendiwe die Bezahlung regeln, runterladen, installieren, OviStore wieder schliessen, fertig.
Es ist nach wie vor so, dass gerade bei Nokia, es einfacher ist, sich irgendwo eine gecrackte Version eines Programms runterzuladen, als diese legal zu erwerben. Und das sollte normalerweise nicht der Fall sein dürfen. Programm googlen, runterladen, installieren, nutzen. So dürfte der typische Nokia Nutzer vorgehen. Warum sollte er es auch komplizierter machen und dafür auch noch zahlen? Apps sind nicht zwangsläufig ein Garant für Verkäufe, insbesondere wenn diese nicht entsprechend präsentiert werden.
Aber zurück zum eigentlichen Thema. Die Art und Weise, wie Apple das iPhone darstellt, die Eigenschaften hervorhebt und die Einfachheit der Bedienung sind meiner Meinung nach das, womit sich die anderen messen müssen. Google ist mit Android auf dem besten Weg, da ranzukommen und die Vorstellung des Nexus One heute (05.01.2010) wird ihren Teil dazu beitragen. Nokia hat schwer zu kämpfen und versucht nun mit Maemo ein neues System im High-End Bereich zu platzieren, ob dies gelingt ist fraglich, man kann es nur hoffen und Nokia viel Glück wünschen. Motorola setzt ebenfalls auf Android und ist gut darin beraten, dies auch beizubehalten, das Motorola Milestone ist auch als solchiges zu betrachten. Und hier kristallisiert sich nun auch heraus, warum alle Handys mit dem iPhone verglichen werden. Weil sie versuchen, dieses zu imitieren. Apple macht was vor, alle anderen rennen hinterher und versuchen das gleiche, anstatt auf Innovation zu setzen. Warum ist der Anteil der Touchscreenhandys auf dem Markt so drastisch gestiegen? Weil Apple es vorgemacht hat. Warum gibt es plötzlich für jedes Betriebssystem einen eigenen AppStore? Weil Apple es vorgemacht hat. Doch leider ist eine Kopie nie so gut wie das Original. Solange es keiner schafft, etwas neues, bahnbrechendes zu erschaffen (was zu diesem Zeitpunkt nicht denkbar ist), werden die Vergleiche nicht aufhören. Apple hat mit dem iPhone ein Feature geschaffen, welches anscheinend sehr schwer nachzumachen ist: Die Einfachheit. Jeder kann ein iPhone bedienen, ohne jemals eines in der Hand gehabt zu haben. Jeder schafft es, Software aus dem AppStore zu kaufen, ohne jemals zuvor etwas “heruntergeladen” zu haben. Wie stellt man das iPhone lautlos? Richtig, ein Kippschalter an der Seite des Gerätes wird umgelegt. Wie stelle ich ein N97 lautlos (Symbian)? Richtig, entweder drücke ich den Auschschaltknopf kurz und wähle dann ein Profil aus, welches ich vorher hoffentlich so bearbeitet habe, dass es wirklich lautlos ist, oder ich geh ins Menü, suche den punkt Profile, wähle das passende und aktiviere es. Ganz schön kompliziert und zeitaufwendig für ein Feature, das zumindest ich mehrmals täglich nutze. Und so zieht sich das durch das ganze System.
Die iPhone Brille, von der im oben genannten Artikel gesprochen wird, sind nicht die technischen Merkmale des iPhones, es ist auch nicht ein oder mehrere Killerfeatures, die kein anderer hat. Es ist das Komplettpaket, welches dem Durchschnittsuser auf eine mitunter genial einfache Weise am technischen Fortschritt teilhaben lässt. Da macht es auch nichts, wenn das iPhone eben nicht auf aktuellem technischen Stand ist. Wozu auch?
Nachdem Gameloft uns dieses Jahr schon reichlich gute Spiele beschert hat (man denke nur an Die Siedler, N.O.V.A. oder Driver), gibt es bis Weihnachten mal wieder eine klasse Sonderangebotsaktion. Sieben Spiele für jeweils € 0,79, wer da nicht zuschlägt, ist selber schuld. Viel Spass beim zocken!
Zur Auswahl stehen (alles iTunes Links, direkt mit dem iPhone oder PC aufrufbar):
Wenn das mal nicht ein gelungener Jahresabschluss ist. Ich hoffe, dass Gameloft nächstes Jahr genauso weitermacht und neben hochkarätigen Spielen auch wieder einige Rabattaktionen bringt. Ich kann alle Gameloft Spiele uneingeschränkt empfehlen. Sie sind technisch und spielerisch auf ganz hohem Niveau und auf jeden Fall einen Download wert.
Ein Aufschrei ging durch Deutschland, als die Axel Springer AG ankündigte, bezahlte Apps für Bild und Welt Kompakt auf das iPhone zu bringen. Mein erster Gedanke war, ja, die (Axel Springer AG) haben es verstanden.
Die App ist nun verfügbar und nach dem Einführungsmonat, der € 0,79 (also weniger als 2 Printausgaben) kostet, kann man Bild total für € 1,59 pro Monat haben. Das ist nicht viel, wenn man den Preis der Printausgaben bedenkt, schon aber viel, wenn man alle anderen kostenlosen Angebote hernimmt.
Entgegen anderslautender Befürchtungen ist das Mobilportal von Bild immer noch über das iPhone erreichbar, doch sollte man nicht glauben, dass die Bild App einfach eine Kopie des Mobilportals ist. Durch Pushnachrichten, Viedeos und andere Gimmicks, wird hier ein echter Mehrwert geboten. Hier die Punkte, die Bild.de selbst als Highlights angibt:
- Aktuelle Topvideos: Die wichtigsten und besten Videos jetzt auch auf dem iPhone oder dem iPod touch. Die aktuellsten Nachrichten, Affären, Skandale, Stars und Sternchen und natürlich alle Sport-Highlights. Erleben Sie jeden Tag viele neue Videos aus der BewegtBILDwelt.
- Das interaktive Bild-Girl: Schütteln – und die Hüllen beginnen zu fallen … Das BILD-Girl der iPhone-App verliert mit jedem Schütteln Ihres Handys ein Kleidungsstück. Bei der Arbeit sollten Sie aber besser den Ton ausstellen …
- Sofort informiert sein: Ein Minister tritt zurück? Ihr Verein gewinnt das entscheidende Spiel? Mit der Push-Funktion erfahren Sie es zuerst. Die iPhone-App schickt Ihnen eine Sofortnachricht, sobald etwas Wichtiges passiert. Ohne Zusatzkosten.
- Alles zu Ihrer Region: Egal, ob Dresden, Berlin oder Düsseldorf. Das Regional-Angebot der BILD-App bietet Ihnen eine Übersicht über die Nachrichten aus Ihrer Umgebung.
- Bild vorab lesen: Schon heute wissen, worüber Deutschland morgen spricht. Mit der neuen iPhone-App bekommen Sie jeden Abend gegen 22.00 Uhr die BILD von morgen auf Ihr Handy. Sie können in allen Seiten lesen und blättern.
- iBild View: Gleiten Sie mit Ihren Fingern durch die Nachrichten. Der iBILD-View zeigt Ihnen animiert die Nachrichten des Tages. Und, wenn Sie die Schlagzeile nach oben ziehen, auch Artikel zum selben Thema.
- 1414 noch schneller: Die Leserreporter bekommen mit der iPhone-App eine noch schnellere Möglichkeit, ihre Bilder zu senden. Einfach ein kurzes Stichwort eingeben, das Foto erklären und bis zu 500 Euro bei Abdruck kassieren.
- Multimedia Wecker: Wählen Sie einen Song aus Ihrer iPhone-Bibliothek aus und lassen Sie sich mit den neuesten Nachrichten und dem Wetter Ihrer Stadt jeden Morgen wecken.
Natürlich habe ich mir die App runtergeladen und muss zugeben, auch wenn ich noch nie eine Printausgabe von Bild gekauft habe, sie ist einfach nur gelungen. Die Navigation ist top, es hakelt zwar hier und da noch ein bisschen, aber das wird nicht von langer Dauer sein. Und für alle heimlichen Bild Leser: ist doch klasse, wenn man überall den vollen umfang lesen kann, ohne mehrere Quadratmeter Papier ausbreiten zu müssen.
Zu dem Preis sollte man es auf jeden Fall einmal ausprobieren. In meinen Augen bietet die App auf jeden Fall einen Printersatz. Wenn ich die komplette Ausgabe auf dem Display habe und diese auch noch einfach bedienen kann, besteht kein Grund, noch die Printausgabe zu kaufen. Wie gefällt Euch die App (unabhängig davon, dass es Bild ist)? Seid Ihr bereit, für News zu zahlen, wenn Ihr einen echten Mehrwert bekommt?







