Oct 032009

Eine Aktion, die von MobiFlip.de ins Leben gerufen wurde und nicht nur für die Entwickler von Nutzen ist.

entwicklereuro

Die Kostenlosmentalität der Nutzer, egal in welchem Bereich, wächst stetig. Sei es, dass Entwickler Freeware programmieren, Dienste im Web kostenlos angeboten werden, oder, im Falle von Software, der Nutzer Ausschau nach gecrackten Varianten der Programme hält. Sicher kann man im Bereich Freeware oder kostenloser Webdienst sagen: “Na und? Selbst schuld, wenn die das kostenlos anbieten…” Das ist aber so nicht ganz richtig. Verkaufen lässt sich nur was bekannt ist, und bekannt wird man nur, wenn man eine breite Masse erreicht. Dies geschieht nunmal am schnellsten, wenn man “kostenlos” anbietet. Was aber für Arbeit in der Entwicklung und Aufrechterhaltung solcher Projekte steckt, das vergessen viele Nutzer, bzw. vielleicht denken sie nicht einmal darüber nach.

Viele denken sicher auch, Mensch, Programmierer sind doch reiche Leute, man sieht es doch an Microsoft oder Apple, dem ist aber bei weitem nicht so. Gerade im Bereich mobiler Dienste und Programme haben es die Entwickler sehr schwer. Zum einen durch die geringe Akzeptanz der Handynutzer (ein Großteil der Smartphonekäufer hat überhaupt keine Ahnung, dass man Zusatzsoftware auf den Geräten installieren kann), zum anderen verbinden nach wie vor viele Nutzer das Thema Handyprogramme/-spiele immer noch mit Abofallen, nerviger Anbieterwerbung oder sonst etwas. Andere wiederum kaufen keine Programme, die für ein Handy € 10,- kosten, weil im AppStore von Apple gibt es das gleiche ja für € 0,79. Dass man über den AppStore aber auch wesentlich mehr Verkäufe verzeichnet (und somit wesentlich schneller seine Entwicklungskosten wieder rein hat), als wenn man die Software selbst vertreibt, sieht kaum jemand. Jedes Programm, jedes kostenlose Angebot, überall entstehen Entwicklungskosten, die irgendwie wieder reingeholt werden müssen. Oder geht ihr auf Arbeit des Ruhmes wegen? Ich denke nicht. So kommt es, dass es immer weniger Entwickler im mobilen Bereich gibt. Folglich auch weniger Zusatzsoftware und daraus resultierend auch weniger Kundenzufriedenheit, da die Auswahl nicht allzu groß ist. Wenn Ihr Euch einmal Gedanken darüber macht, was für einen Mehrwert Euch ein Entwickler mit einer Zusatzsoftware für Euer Handy bietet, und dabei spielt es keine Rolle, welches Handy Ihr habt, erscheinen € 10,- für ein Programm gar nicht mehr so viel.

Um die Entwickler zu unterstützen hat MobiFlip.de die “Einfach mal Danke sagen!”-Aktion ins Leben gerufen, die ich natürlich gerne unterstütze. Am 15. Oktober ist es soweit. Gebt Euch einen Ruck und tut einfach mal was gutes. Gebt den Entwicklern das zurück, was sie verdient haben. Mit dem Motto “1 Euro für Euren Entwickler” (Betrag beliebig erweiterbar) sollt Ihr am 15. Oktober Eurem Lieblingsentwickler (egal aus welchem Bereich), einfach mal eine kleine Spende zukommen lassen. Ob ihr den Euro nun beim Einkauf im Einkaufswagen vergesst oder doch lieber spendet, es wird Euch nicht weh tun. Hier ein kleiner Auszug aus dem Original Blogpost der Aktion mit Hinweisen, wofür ihr spenden könnt. Natürlich könnt Ihr auch für andere Sachen spenden oder etwas kaufen, es soll nur ein kleiner Denkanstoss für die Unentschlossenen sein.

In welchen Bereichen profitieren wir von kostenfreien Entwicklungen?

* Webdesign z.B. Vorlagen für CMS & Blogs (WordPress & Co.), Codebeispiele und Scipte, …
* Mobile Anwendungen z.B. für Symbian, iPhone, Android, Windows Mobile, …
* Software & Spiele für PC & Mac, vom Browser bis zum Texteditor, …
* Webprojekte z.B. Newsportale, Blogs, …

Wie können wir Entwickler von kostenfreier Software und Inhalten unterstützen?

* Spenden z.B. via Paypal
* Wenn möglich bzw. angeboten eine kostenpflichtige Version der Software kaufen
* Sachspenden, Amazon-Wunschlisten, etc.
* Werbung aktiv nutzen
* Bei der Entwicklung helfen
* Feedback geben und Danke sagen

Wenn Ihr konkret Entwickler kennt, von denen Ihr der Meinung seid, dass sie es besonders verdient haben, etwas “Respekt” zu erhalten, hinterlasst sie in den Kommentaren, ich werde sie dann in den Post mit einfügen. Und nun hoffe ich, dass der ein oder andere mal über sein Nutzungsverhalten von kostenlosen Angeboten nachdenkt und fleissig bei der Aktion am 15. Oktober mitmacht. Ich bedanke mich schonmal im Vorraus im Namen aller Entwickler und wünsche mir, dass wir auch weiterhin mit toller Software für unsere mobilen Gadgets beglückt werden.

Sep 032009

nokiax6Nokia World 09 – Nokia ist nicht gerade bekannt dafür, dass Geräte, die gerade in der Entwicklung sind, geheim bleiben. So erhielten wir schon zahlreiche Meldungen über das N97 mini, das N900 Maemo Internet Tablet und das 5230 XM. Was aber keiner wusste, bzw. keiner verraten hat, ist, dass Nokia an einer neuen Geräte Reihe baut. Die X-Serie steht als Abkürzung für die bisher verwendete XpressMusic Reihe und startet mit zwei Geräten, die so gar nicht Nokia Style sind. Das für den Frek eher uninteressante, für den Massenmarkt aber wohl bedeutende X3 ist ein schicker Slider mit s40 Plattform. Spezielle Musictasten erlauben medialen Genuss auch ohne komplizierte Klickvorgänge quer durch das Menü. Der Preis von € 115,- (exkl. MWST) wird dieses Gerät automatisch zu einem Verkaufsschlager machen. Gerade im Weihnachtsgeschäft, eventuell gebündelt mit einer Prepaidkarte, sollte sich dieses gerät sehr gut verkaufen. Die Optik und Leistung dazu hat es jedenfalls.

Interessanter (für den Freak) ist das Nokia X6 (siehe Bild). Es hat das was die Mobilfunkwelt braucht. Das gewisse iphone Feeling. Nokia ist bekannt für klobige, knarzende Geräte, die in der Verarbeitung eher an Billighandys als an High-End Geräte erinnern. Hinzu kommen langsame, resistive Touchscreens, gepaart mit einem langsamen s60 v5 Betriebssystem. Beim X6 verbaut Nokia erstmals einen kapazitiven Touchscreen, also genau die Touchscreens, die durch das iPhone bekannt wurden. Kein drücken mehr, einfach ein sanftes streicheln der Glasoberfläche und schon sollte das System reagieren. Die verbauten 32GB Speicher und das große Display laden ein, das Gerät als Multimedia Player zu verwenden. Die Optik des Gerätes wirkt insgesamt sehr hochwertig, es ist nicht mehr dieses klobige, backsteinartige Aussehen der letzten Geräte vorhanden. Wenn die Entwicklung von Symbian weiter vorangetrieben wird und das X6 die neuen Versionen auch verarbeiten kann, ist dies in der Tat ein Kandidat auf den iPhone-Killer Titel. Bessere Kamera, bessere Akkulaufzeit (auch dank des schwachen 434MHz Prozessors) und der verbaute Speicher sollten bei keinem Wünsche offen lassen. Der Preis von € 450,- (exkl. MWST) ist ein Vorteil gegenüber dem iPhone, aber dennoch ist das X6 hochpreisig und es gilt abzuwarten, wie es sich positionieren wird. Wenn die verarbeitung hält, was die Bilder versprechen, steht einem Erfolg des X-Series Gerät eigentlich nichts im Weg. Ein wichtiger Punkt noch, das Nokia X6 wird es auch in einer Comes with Music Variante geben. Das heisst, man kann ein Jahr lang KOSTENLOS alles aus dem Nokia Music Store laden. Dort stehen ca. 5 Mio. Titel zur Auswahl bereit, die natürlich ständig ergänzt werden. Die Musik ist nach dem Download unbegrenzt abspielbar, etc. so dass dies ein guter Deal ist, wenn man musikinteressiert ist.

Aug 252009

nokia5230Nokia versucht mit allen Mitteln, den Rückstand in Sachen Touchscreen Handys aufzuholen. Heute wurde das Nokia 5230 XpressMusic vorgestellt, welches vom Aussehen sehr dem 5800 XM ähnelt. Da das 5800 XM schon recht lange auf dem Markt ist, könnte man meinen, es handle sich beim 5230 XM um ein verbessertes Gerät, das vor allem durch eines auffällt, seinem niedrigen Preis: € 149,- (~€ 179,- inkl. MWST) muss man für das Gerät berappen, also nochmal ein gutes Stück weniger als bei dem schon günstigen 5800 XM. Doch das hat leider auch seinen Preis. Es ist lediglich mit einer 2 Megapixel Kamera ausgestattet, dafür hat man dann auch gleich die “Blitz-LEDs” weggelassen. Dies ist nun wahrlich nicht mehr zeitgemäß. Es stellt sich die Frage, ob man ein Handy überhaupt noch mit einer solchen Kamera ausstatten sollte, oder ob es sich vielleicht als besseres Feature verkaufen könnte, die Kamera ganz wegzulassen. Prachtbilder wird man hier nicht erwarten dürfen. Doch ein weiterer Punkt wird dieses Handy für viele eher unattraktiv machen. Die fehlende Möglichkeit zur wLan Nutzung. So können Internetdaten “nur” über das Mobilfunknetz übertragen werden, dort aber dafür mit HSDPA, dem Hochgeschwindigkeitsstandard der Mobilfunknetze. Ob diese Fehlerchen darauf zurückzuführen sind, dass Nokia das populäre 5800 XM weiter auf dem Markt halten will (es wurde gerade eine Naviversion vorgestellt) oder wirklich nur den Preis so niedrig wie möglich halten will, bleibt dahin gestellt. Ein Konkurrenzprodukt für den Touchscreenmarkt wird das Nokia 5230 XM auf jeden Fall sein. Allein durch die Anbindung an den Ovi Store und die Multimediamöglichkeiten, die das Handy bietet. Noch nie war der Einstieg in die Smartphone Welt so günstig. Gut vorstellbar wäre es auch in einem Prepaid Paket.

Das Nokia 5230 XM ist für Neueinsteiger mit Sicherheit ein sehr interessantes Gerät. Auch bei Jugendlichen wird es sehr viele Abnehmer finden, aber für einen Symbian Fan oder Intensivnutzer ist dieses Gerät nicht gemacht. Da helfen auch nicht die verschiedenen Farbvarianten. Wer einmal in Symbian reinschnuppern möchte, weil es ihn interessiert, oder wenn jemand ein solides Multimediagerät sucht, das zeitgemäß mit Touchscreen arbeitet, wird hier keinen Fehlkauf machen. Verfügbar soll das Gerät ab dem 4. Quartal 2009 sein.

Ich denke, nicht nur ich bin gespannt, was Nokia auf dem Mobile World Congress 2009 in Stuttgart noch so aus dem Hut zaubern wird. Wenn es nichts großartiges ist (weder das N97 mini, noch das N900 sind noch eine Neuheit), wird Symbian es in nächster Zeit sehr schwer haben, gegen die anderen zu bestehen.

Jul 142009

smartonesHeute einmal nichts spezielles, eher ein klein wenig philosophieren, über Smartphones, deren Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Mein erstes Smartphone war das Nokia 6600 (2003), damals das Nonplusultra auf dem Handymarkt. Die Software war buggy, eigentlich startete das gerät öfter neu, als dass man es hätte nutzen können. Aber es hatte ein Riesendisplay (für damals) und ich fand es schick, auch wenn da die Meinungen stark auseinander gehen. Nokia hatte zwar vorher schon zwei Symbiangeräte herausgebracht, aber die hatten mich nicht angesprochen. Was das 6600 damals konnte, kann heute eigentlich jedes Billighandy. Dennoch sind heute nicht alle Handys Smartphones. Was zeichnet ein Smartphone heute eigentlich aus? Ist ein Smartphone erst dann eins, wenn es KEIN proprietäres Betriebssystem hat? Muss es die Möglichkeit geben, Software nachinstallieren zu können? Sind es Hardwarefaktoren, die es zu einem Smartphone machen? Ich denke, die Grenze zwischen Handys, MIDs und Smartphones ist fliessend, selbst in den Netbook Bereich wird vorgedrungen, wenn man von Smartphones spricht. Für mich ist ein Smartphone ein Gerät, dass sich so anpassen lässt, dass ich täglich einen Nutzen davon habe. Das kann je nach Bedarf verschiedenes sein. Findet der eine einen Kalender, den man mit Terminen füttern kann schon “smart”, braucht der andere vielleicht unbedingt ein Navi im Handy oder eine ständige Verbindung zu seinen sozialen Netzwerken. Die Wikipedia Definition ist auch sehr schwammig, so dass fast jedes Gerät ein Smartphone sein könnte.

May 202009

samsung75Wieviel kostet die Welt? Oder besser gefragt, wieviel muss der Handysüchtige diesen Sommer ausgeben, um an die Topgeräte zu kommen? Was erwartet uns eigentlich deisen Sommer? Und lohnt es sich heute noch immer auf dem aktuellsten Stand zu sein?

Der Sommer kommt und mit ihm die großen Geräte dieses Jahres. Nokia entlässt endlich das N97 aus den Fabriken, Palm versucht sich mit dem durchaus gelungenem Palm Pre ins Gespräch zu bringen, Apple wird aller Wahrscheinlichkeit die nächste Generation des iPhone verkaufen und Samsung hat gleich 2 Geräte, die sehr interessant sind. Zum einen das Omnia HD auf Symbian Basis, als direkte Konkurrenz zum nokia N97 und dem i7500, das erste Android Gerät des Herstellers.

Rechnet man das einmal zusammen, kommt man auf ca. € 2500,- für die “Sommergeräte”. Also eher unwahrscheinlich, dass sich jemand alle zulegt. Umso wichtiger ist es daher für die einzelnen Geräte, sich von den anderen abzuheben. Doch haben sie auch das Zeug dazu?

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